Druckhülsen der Baureihe DSM sind kraftschlüssige Verbindungselemente, ausgelegt für den Einsatz an Wellenenden nach DIN748. Eine Verwendung der Druckhülsen auf Wellen mit bereits vorhandener Paßfedernut (DIN748/Blatt 3, zylindrische Wellenenden elektrischer Maschinen) ist ohne eine Beeinträchtigung der Funktion der Druckhülsen möglich. An Motoren mit höchster Wuchtgüte (reduzierte Schwingstärke) werden zur Bewahrung der Rotationssymmetrie die Wellenenden oft ohne Paßfeder angeboten, der ideale Einsatzfall für die Druckhülse! Ist das Wellenende jedoch mit Nut und Paßfeder ausgeführt, erzeugt das Entfernen der Paßfeder in diesen Fällen höchster Wuchtgüte eine Qualitätsminderung. Eine annähernde Kompensation bringt hier das Ausfüllen der Paßfedernut mit einem Werkstoff doppelter Dichte (z. B. Densimet). Ohne großen Aufwand ist es auch möglich, die Motoren zwar mit Paßfedernut, jedoch ohne eingelegte Paßfeder gewuchtet zu beziehen.
Beispiele: Befestigung von Zahnrädern, Riemen- und Zahnriemenscheiben, Stufenscheiben, Teiltellern, Kupplungen usw. auf handelsüblichen Motorwellen mit Passung k6 bzw. m6.
Folgende Beispiele aus der Praxis geben ein Anwendungsüberblick:
Beispiel 1: Zahnriemenscheibenbefestigung. Die Nabe kann auch aus einer Alulegierung hergestellt sein. Mindestfestigkeit beachten. Hohe Temperatur kann die Haltekraft reduzieren!
Beispiel 2: Zahnradbefestigung. Bei höchster Anforderung an die Rundlaufgenauigkeit sollte zum Prüfen und evtl. Korrigieren des Rundlaufes am Zahnrad eine Kontrollfläche vorgesehen werden.
Beispiel 6: Anordnung der platzsparenden DSM an Motorwellenende nach DIN748. Diese DSM-Baureihe ist für die hochdynamischen, aber mit weniger Drehmoment arbeitenden Servo-Motoren ausgelegt.